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Was bieten die Wȫhrner Wȫȫr?

Die ›Wȫhrner Wȫȫr‹ sind in erster Linie ein (ursprünglich gedrucktes, jetzt digitales) Wörterbuch, das in Dithmarschen (in Wöhrden und Umgebung) seinen Ursprung hat. Die Wörter der ›Wȫhrner Wȫȫr‹ wurden jedoch nicht ausnahmslos dort aufgespürt. Sie wurden für die Wöhrdener, Dithmarscher und weitere Interessenten zusammengestellt, datt süm|se sik beter verwȫren köönt. Der Umfang und die zig-tausend präzisen Quellenangaben machen die ›Wȫhrner Wȫȫr‹ aber zu einer Fundgrube und zu einem Werkzeug für Plattsnacker weit über Dithmarschen und Schleswig-Holstein hinaus. Hinzu kommt die digitale Form: Obwohl die Wörter hochdeutsch sortiert sind, kann man mit den Suchfunktionen von WORD auch nach plattdeutschen Wörtern mit gutem Erfolg suchen. Wegen der zig-tausend Plattzitate kann man selbst dann Glück haben, wenn die Eingabe nicht in ›SASS-ergänzender Schreibweise‹ vorgenommen wird.

Was bieten die Meldörp-Bȫker?

Auch die ›Meldörp-Bȫker‹ haben nur zum Teil ihren Ursprung in Dithmarschen. Sie sollen vielmehr für Dithmarschen (und darüber hinaus) und seine Platt-Interessenten Lesestoff in korrekt lesbarer Form verfügbar machen. Vor allem sollen auch diejenigen umworben werden, die kaum noch die Möglichkeit haben, sich das Plattdeutsche einfach so durch ›Snacken‹ anzueignen, wie es sicherlich wünschenswert wäre. Zu Grunde liegt die Überzeugung, dass man mit täglich halbstündigem (oder auch kürzerem), diszipliniert lautem Lesen in diesen Texten die Zunge an unser Platt in absehbarer Zeit gewöhnen kann. Natürlich wäre die gelegentliche Korrektur durch einen alteingeborenen Supervisor hervorragend!

Warum (15. Nov. 2015) der Wechsel
von der ›Dithmarscher Schreibweise‹
zur ›SASS-ergänzenden Schreibweise‹?

Beide Schreibweisen ergänzen SASS (seit 1956 der DUDEN für NS, HH, SH) und sind für Dithmarschen und Schleswig-Holstein tauglich, wenn auch die Diphthonge|Zwielaute [ou, ei, oi|öü] nicht als Doppellaute (z. B. als ou, ej, oi|eu|äu) geschrieben werden, sondern als o, e und ö.

Meine ›Dithmarscher Schreibweise‹ hielt sich an das Prinzip unserer Dithmarscher Altvorderen Groth und Müllenhoff, die die langen Monophthonge|Einlaute kennzeichneten, die problematischen Zwielaute aber nicht. (Letztere wurden von mir nur behelfsmäßig durch Anhebung markiert.) Diese Schreibweise erzeugt leider ein Problem: Die Monophthonge|Einlaute werden unnötigerweise hervorgehoben; aber man kann sich nur über sie die nicht markierten Diphthonge|Zwielaute (indirekt, nach einer Methode ›von hinten durch die Brust ins Auge‹) logisch erschließen.

Meine neu angewendete ›SASS-ergänzende Schreibweise‹ markiert direkt die Problem-Zwielautbuchstaben o, e und ö durch einen Balken (ō, ē und ȫ) und sagt: Dies ist ein Doppellaut [ou, ei bzw. oi|öü], auch wenn er nicht so aussieht! – Die Buchstaben o, e und ö ohne Balken werden ganz normal als o, e und ö gelesen.

Allgegenwärtige Aussprachehilfe zur SASS-ergänzenden Schreibweise

ō: sprich [ou] wie ›soul‹; ē: sprich [ei] wie ›day‹; ȫ: sprich [oi] wie ›boy, moin, Heu, Häuser‹

Mōōr, Ēēr, Wȫȫr, Fȫhr, Hoor, möör, Buur,…: sprich [oua, eia, oia,…] wie ›Moua, Äia, Woia, Foia, Hooa, mööa, Buua‹

â: sprich lang-a; ė: sprich kurz-i; ġ|ġt: sprich hart-g; ḃt: sprich b; -ḃen (Sass: -ven) sprich –ben, -ben, -bn bis hin zu -m

Sprich sl, sm, sn, sp, st und sw möglichst mit s (oder Zungenspitzen-sch), schr aber mit Breit-Zungen-sch! (snacken, schrieḃen)

Sprich j wie Journal! (jo, jüm, Jung) – Sprich ä, ää, äh wie e, ee, eh! (Jäger, nä, däägli, Fähr)

 

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